Pferde brauchen Geborgenheit
Mit »Pferde brauchen Geborgenheit« möchte ich Pferden eine Stimme geben.
»Für alle unverstandenen Pferde,
die trotzdem immer wieder versuchen,
es ihren Menschen recht zu machen.
Und für alle Menschen,
die das Glück haben,
ihren Pferden zuhören zu können.«

Tiere sind in meinen Augen etwas ganz Besonderes. Sie leben im Gegensatz zu uns – oft gestressten, in unserem Gedankenkarussell gefangenen – Menschen im »Hier und Jetzt« und können uns damit helfen, zeitweise herunterzukommen, ein wenig Ruhe in unseren Alltag zu bringen und achtsam und bewusst Zeit miteinander zu verbringen.
Das Problem dabei: Sie sprechen nicht unsere Sprache. Sie kommunizieren zwar durch ihre Laute, aber zum großen Teil auch nonverbal: mit ihrer Mimik, mit ihrer Gestik, mit ihrer Körperhaltung, mit ihren Augen. Es liegt an uns, zu versuchen, sie zu verstehen, ihrem Naturell entsprechend mit ihnen umzugehen und die Welt mit ihren Augen zu sehen.
Mit »Pferde brauchen Geborgenheit« möchte ich Pferden eine Stimme geben.
Diese wundervollen Wesen, die nicht laut sagen können, wenn es ihnen nicht gut geht, die nicht schreien können, wenn sie Schmerzen haben. Diese großen, kraftvollen und gleichzeitig so sensiblen und empfindsamen Tiere, die – obwohl wir sie lieben – vieles zu ertragen haben.
Pferde, die landauf und landab mehr oder weniger artgerecht gehalten und häufig noch weniger pferdegerecht behandelt werden!
Pferde, die mit uns Menschen unendlich geduldig sind und uns viele Fehler verzeihen!
Pferde, die gerne mit uns zusammen und dankbar sind, wenn wir sie fair und souverän führen können!
Pferde, die geborgen sein wollen – so wie wir Menschen auch!
Schreiben für Pferde ist für mich ein stiller Weg, etwas zu sagen, in der Hoffnung, dass jemand »zuhört«.

